Tokenisierung
Tokenisierung ersetzt die echte Kartennummer durch einen gerätespezifischen Token. Wird der Token kompromittiert, bleibt die eigentliche Karte unversehrt.
Tokenisierung bezeichnet das Verfahren, die echte Kartennummer (PAN — Primary Account Number) durch einen digitalen Ersatz — einen Token — zu ersetzen. Der Token ist eine funktional gleichwertige Zeichenfolge, aber an ein bestimmtes Gerät, einen Händler oder einen Kanal gebunden.
Wo sie eingesetzt wird
- Wallets wie Apple Pay, Google Wallet, Samsung Pay
- Kartenspeicherung in Onlineshops (Klarna, Amazon, Shopify)
- Push Provisioning aus der Banking-App auf das Smartphone
Der Token wird gemeinsam mit einem transaktionsbezogenen Kryptogramm übertragen — die echte Kartennummer verlässt niemals die Bank bzw. den Kartenherausgeber.
Warum das sicherer ist
Wird ein Händler gehackt oder ein Wallet-Token abgefischt, ist der Schaden begrenzt: Der Token gilt nur für das jeweilige Gerät oder den jeweiligen Händler und kann von der Bank gezielt gesperrt werden, ohne die physische Karte tauschen zu müssen. Die eigentliche Kartennummer bleibt geheim.
Standardisierung
Die Regeln definieren die Netzwerke (Mastercard MDES, Visa VTS) auf Basis des EMVCo Tokenisation-Frameworks — ein globaler Standard.
Siehe auch: Contactless / NFC, EMV-Chip, Ratgeber: Kontaktlos bezahlen
Dieser Eintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Finanzberatung. Verbindliche Konditionen entnehmen Sie dem Preis- und Leistungsverzeichnis der Multitude Bank p.l.c.