Mindestrate
Die Mindestrate ist der monatlich zu zahlende Mindestbetrag der Kreditkartenabrechnung — meist ein Prozentsatz des offenen Saldos, teuer bei dauerhafter Nutzung.
Die Mindestrate ist der Betrag, den der Karteninhaber laut Vertrag mindestens pro Abrechnungsperiode auf das Kartenkonto zurückzuführen hat. Sie wird häufig als Prozentsatz des offenen Saldos definiert (typisch 3 % bis 5 %) — mit einem festen Mindestbetrag, wenn der Prozentsatz sehr niedrig ausfiele.
Wie sie funktioniert
Der Karteninhaber kann wählen, wie viel er zurückzahlt — der Vertrag verpflichtet nur zur Mindestrate. Der Restsaldo wird ins nächste Monatsabrechnung übertragen und verzinst.
Warum sie teuer ist
Wer dauerhaft nur die Mindestrate zahlt, tilgt den Kreditbetrag über viele Monate — oft Jahre — und zahlt in dieser Zeit Sollzinsen auf den jeweils offenen Saldo. Effektiv wird ein Einkauf so um ein Vielfaches teurer als sein Kaufpreis. Das ist rechtlich zulässig, aber wirtschaftlich fast immer die schlechteste Option.
Empfehlung
Wenn möglich, den Saldo vollständig ausgleichen. Ist das nicht möglich, so viel wie möglich über die Mindestrate hinaus zurückzahlen — jeder zusätzliche Euro spart überproportional Zinsen.
Siehe auch: Sollzins, Effektivzins, Ratgeber: Abrechnung verstehen, Rechner: Mindestrate
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