Kontokorrent
Kontokorrent ist das laufende Verrechnungskonto: Ein- und Auszahlungen werden fortlaufend gegeneinander gebucht — die Grundlage jedes Girokontos.
Der Begriff Kontokorrent stammt aus dem Handelsrecht (§ 355 HGB) und beschreibt ein Konto, auf dem gegenseitige Forderungen zwischen zwei Parteien fortlaufend verrechnet werden. Nach jedem Rechnungsabschluss ergibt sich ein Saldo, der die Grundlage für die weitere Verrechnung bildet.
Im Bankalltag
Jedes Girokonto ist ein Kontokorrentkonto: Gutschriften (Gehalt, Überweisungseingänge) und Belastungen (Lastschriften, Kartenzahlungen, Überweisungen) werden fortlaufend verbucht. Der aktuelle Saldo ist die Summe aller Umsätze bis zum Zeitpunkt der Abfrage.
Warum das relevant ist
Der Kontokorrent ist die rechtliche Grundlage für den Dispositionskredit: Da die Bank fortlaufend verrechnet, kann sie eine Kreditlinie einräumen, die immer dann automatisch nutzbar wird, wenn Ausgaben die Guthaben übersteigen. Rückzahlung erfolgt ohne separaten Vorgang — der nächste Zahlungseingang verringert automatisch den Sollsaldo.
Abgrenzung Kartenkonto
Ein Kreditkartenkonto ist rechtlich in der Regel ebenfalls ein Kontokorrent — allerdings mit eigenem Verfügungsrahmen und Sammelabrechnung, getrennt vom Girokonto.
Siehe auch: Dispositionskredit, IBAN, Girocard
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