APR (Annual Percentage Rate)
APR ist die englische Entsprechung des deutschen Effektivzinses: Sie bildet alle jährlichen Kreditkosten in einer Prozentzahl ab und macht Angebote vergleichbar.
Die APR (Annual Percentage Rate) ist die im englischsprachigen Raum übliche Kennzahl, die alle jährlichen Kosten eines Kredits — Zinsen plus wesentliche Nebenkosten — in einer einzigen Prozentzahl ausdrückt. Sie entspricht funktional dem deutschen Effektivzins.
Warum sie existiert
Ein reiner Sollzinssatz sagt wenig darüber aus, was ein Kredit tatsächlich kostet. Bearbeitungsgebühren, Auszahlungszeitpunkte und Tilgungsrhythmus verändern die effektive Belastung erheblich. Die APR fasst diese Faktoren nach einer standardisierten Methode zusammen, sodass zwei Angebote miteinander vergleichbar werden.
Unterschied zum deutschen Effektivzins
Die Berechnung ist im Grundsatz gleich, unterscheidet sich aber im Detail: In Deutschland ist die Ausweispflicht in § 6 PAngV geregelt, in den USA im Truth in Lending Act. Manche Kostenarten (z. B. bestimmte Versicherungen) werden je nach Rechtsraum unterschiedlich einbezogen.
Siehe auch: Effektivzins, Sollzins, Ratgeber: Effektiver Jahreszins erklärt
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